Viele Seiten – ein Klang

Aufnahme des Kursbetriebs ab Pfingsten

Die ersten Lockerungen der Corona-bedingten Einschränkungen erlauben uns, im reduzierten Umfang wieder Kurse ab Pfingsten durchzuführen. Nachdem der letzte iam-Kurs am 15. März zu Ende gegangen ist, freuen wir uns sehr, unseren Kursteilnehmer*innen dieses - wenn auch eingeschränkte - Angebot machen zu können.

Diese Kurse finden statt (Stand 19.05.2020):

  • 29.05. bis 01.06.: Die vier Elemente - Ein Renaissancemusikkurs in DIGITALER Form. Unsere Antwort auf die aktuellen Einschränkungen für Bläser
  • 10. bis 14.06.: 10. Bergische Orchestertage in Remscheid. Der Kurs wird in diesem Jahr als reiner Streicherkurs durchgeführt, das Programm entsprechend angepasst.
  • 11. bis 14.06.: Celli unter sich - Ein Kammermusikkurs nur für Celist*innen in der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz in Neuwied-Engers. Unsere Gruppe wird dort der einzige Beleger sein. So können wir die Hygieneanforderungen sicherstellen.
  • 05. bis 12.07.: Seminar für Blockflöte. In enger Abstimmung mit dem Christlichen Bildungswerk "Die Hegge" wird dieser Kurs stattfinden können. Auf Grund des dort gültigen Hygienekonzepts werden wir den Kurs mit maximal neun Teilnehmer*innen durchführen.
  • 26.07. bis 01.08.: Gambenconsort: In schönstem Einklang. Wir gehen aktuell davon aus, dass dieser Kurs stattfinden kann. Eine definitive Entscheidung hängt von den Anordnungen in Baden-Württemberg ab, die ca. Mitte Juni aktualisiert werden dürften.

Antwort auf Corona: Unser CapellaDIGITALWorkshop (Pfingsten)

Die Corona-Krise verhindert derzeit an allen Ecken und Enden die Umsetzung der von uns geplanten Kurse. Seit Mitte März hat kein einziger iam-Kurs stattfinden können. Allen Beteiligten fehlt das gemeinsame Musizieren sehr!

Eine Antwort auf die aktuelle Situation ist die Entwicklung von alternativen Kurskonzepten. Die Mitglieder der Capella de la Torre, die auf der Kapfenburg an Pfingsten einen Kurs zum Ensemblemusizieren durchführen wollten, haben nun einen online-Kurs konzipiert, der vieles bietet, was während eines regulären Kurses gerne "auf der Strecke" bleibt. Nur das Musizieren im Ensemble funktioniert leider nicht...

Wir meinen, dass es sich unbedingt lohnt, einen genaueren Blick auf das Konzept zu werfen - und im besten Falle die Lust aufs Musikmachen mit anderen zu stillen. Detaillierte Informationen zu Kurs gibt es hier.

Wir freuen uns auf Ihre Neugier und auf Ihre Anmeldungen!

KURSE 2020 - A B S A G E des Kontratanzkurses in Schwerte

Zu unserem größten Bedauern haben wir uns entscheiden müssen, den Kurs

  • L2020-13: Englische Kontratänze vom 05. bis 07. Juni 2020 in Schwerte

abzusagen. Wir tun dies vor dem Hintergrund der allgemeinen Maßnahmen zur Eingrenzung des Coronavirus.

Wir haben insbesondere bei diesem Kurs schon eine frühe Entscheidung herbeigeführt, denn angesichts des Alters und der Herkunft des Kursleiters Alan Davies, der in der Nähe von Bristol (GB) zu Hause ist, scheinen alle Alternativen schwer vermittelbar.

Teilnehmer*innen, die nun in diesem Jahr nicht an diesem Kurs werden teilnehmen können, empfehlen wir, sich den Termin im kommenden Jahr bereits jetzt zu notieren: Es wird sein der 11. bis 13. Juni 2021. Dann wird der Kurs wieder in Freckenhorst (Kreis Warendorf) stattfinden.

Wir würden uns natürlich freuen, wenn Sie auch im Jahr 2021 Interesse an einer Kursteilnahme hätten. Doch für den Moment ist zweifelsohne wichtiger, dass Sie gut und wohlbehalten durch die kommenden Wochen kommen werden!

JEFFREY W. BABB VERSTORBEN

Jeffrey W. Babb weilt nicht mehr unter uns! Tieftraurig haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass der "Gründungsvater" der Deutsch-englischen Jugendmusikwoche, Jeffrey W. Babb am 30.03.2020 verstorben ist.

Er leitet von 1972 bis 2003 (!) diese internationale Jugendmusikwoche, die gemeinsam von der englischen National Association of Youth Orchestras und dem IAM veranstaltet wurde. Noch im hohen Alter besuchte Mr. Babb regelmäßig Oberwesel, wo die Jugendmusikwoche lange Zeit in der dortigen Jugendherberge ihre Sommerarbeitsphase abhielt.

Nachdem er den Kurs im Jahr 2003 zum letzten Mal geleitet hatte, trafen sich viele seiner ehemaligen Teilnehmer*innen zu einem musikerfüllten Wochenende Anfang Oktober in Hay-on-Wye, das immer auch ein Konzert in der örtlichen Kirche enthielt und in einem der Pubs endete. Zu seinem 90. Geburtstag erfüllte er sich noch einen Herzenswunsch: Unter seiner Federführung erklang im Januar 2016 Bachs "h-Moll-Messe" in St. Mary's in Hay-on Wye.

Die Bewohner dieses kleinen Städtchens an der englisch-walisischen Grenze und auch die IAM-Gemeinde verlieren mit ihm einen zutiefst menschlichen Zeitgenossen, der wie kaum ein anderer durch musikalischen Sachverstand zu glänzen und junge Menschen für klassische Musik zu begeistern wusste. Seine Kenntnis des britischen Orchesterrepertoires war außergewöhnlich fundiert; davon profitierten mehrere Generationen von Kursteilnehmer*innen.

Es ist kaum vorstellbar, dass Jeffrey Babb nicht mehr unter uns ist. We will miss you!

Hans Jaskulsky erhält Bundesverdienstkreuz am Bande

Er ist gleichsam Vorsitzender des IAM und Leiter der Heinrich-Schütz-Woche. Jüngst wurde Prof. Dr. Hans Jaskulsky in einer Feierstunde im Rathaus Bochum das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Neben dem Engagement beim IAM wirkte und wirkt Hans Jaskulsky an vielen Stellen: So war er von 2012 bis zum Beginn diesen Jahres Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände BDC. Und in Bochum wirkte er in vielfältigster Art und Weise: Er war von 1979 bis 2016 Universitätsmusikdirektor (UMD) am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum. Im Jahr 2008 wurde er zum Honorarprofessor der Folkwang Universität der Künste in Essen ernannt. 

1991 gründete er in Bochum einen Kammerchor, das „Collegium Vocale“, und ein Kammerorchester, das „Collegium Instrumentale“, und baute beide über die Jahre zu erstklassigen Gruppen auf. Beide Kammer-Ensembles waren bis 2015 unter dem Dach des Musischen Zentrums der RUB organisiert, inzwischen sind sie selbstständig als eingetragener Verein organisiert. Dessen Gründung geht auf Initiative von Herrn Professor Jaskulsky zurück. Damit hat er eine Perspektive für die beiden Ensembles entwickelt, für die er auch weiterhin als künstlerischer Leiter ehrenamtlich tätig ist – und das auf höchstem Niveau.

Unter seiner Leitung entwickelte sich auch eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den Bochumer Symphonikern. Darüber hinaus lag ihm der Aufbau und die Pflege zahlreicher nationaler und internationaler Kulturkontakte am Herzen. 1986 gründete Professor Jaskulsky den Westdeutschen Kammerchor mit Sängerinnen und Sängern aus ganz Nordrhein-Westfalen und Sitz in Bochum, den er bis zum Jahr 1991 leitete.

Darüber hinaus organisierte er Festivals, Meisterklassen und Orgelwettbewerbe. Auch das Internationale Chorfestival Ruhr „a capella“, das in den Jahren 1995–2008 sechsmal in Bochum und der Region Ruhr stattfand, geht auf seine Initiative zurück. Immer wieder hat er renommierte Künstlerinnen und Künstler zu Auftritten nach Bochum geholt und war seinerseits ein Kulturbotschafter für die Region.

Wir gratulieren herzlich!