Viele Seiten – ein Klang

(Corona-) UPDATE für die Herbstkurse des iam

Die Corona-bedingten Einschränkungen verhindern nachwievor, dass wir unser Kursangebot im geplanten Umfang realisieren. Derzeit können wir rein instrumentale Kurse durchführen. Um die in den jeweiligen Bundesländern geltenden Corona-Regeln einhalten zu können, kann es ggf. sein, dass diese Kurse mit einer reduzierten Teilnehmerzahl stattfinden müssen. In jedem einzelnen Fall findet im Vorfeld eines Kurses eine detaillierte Abstimmung mit dem gastgebenden Kurshaus statt. In der Regel gibt es zudem zu Kursbeginn eine Einweisung in die jeweils gültigen Hygieneregeln durch Mitarbeiter*innen der Bildungshäuser.

Wir freuen uns, unseren Kursteilnehmer*innen aktuell die folgenden Angebote machen zu können. Sollten Sie darüber hinaus gehende Fragen zu einzelnen Kursen haben, melden Sie sich bitte gerne bei uns.

Diese Kurse finden statt (Stand 10.09.2020):

  • 11. bis 13.09.: Herbstliches Gambenwochenende. Dieser Kurs wird stattfinden - aber ein Wochenende früher als im gedruckten Jahresprogramm publiziert. Es gibt noch freie Plätze und wir freuen uns auf weitere Anmeldungen von Gambist*innen.
  • 30.10. bis 01.11.: Cellotechnik mit System. Wir sind zuversichtlich, diesen Kurs durchführen zu können. Dafür braucht es gleichwohl noch ein paar Anmeldungen. Also: Cellist*innen, die ihrer Spieltechnik etwas Gutes tun wollen, macht euch auf in die Rhön!

Zu den Kursen über Silvester lassen sich aktuell keine verbindlichen Aussagen treffen. Der Durchführung der Orchesterwoche zum Jahreswechsel dürfte - nach aktuellem Stand - nichts im Wege stehen. Zu den beiden Chorwochen über den Jahreswechsel können wir - Stand heute - keine verbindliche Aussagen treffen.

JEFFREY W. BABB VERSTORBEN

Jeffrey W. Babb weilt nicht mehr unter uns! Tieftraurig haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass der "Gründungsvater" der Deutsch-englischen Jugendmusikwoche, Jeffrey W. Babb am 30.03.2020 verstorben ist.

Er leitet von 1972 bis 2003 (!) diese internationale Jugendmusikwoche, die gemeinsam von der englischen National Association of Youth Orchestras und dem IAM veranstaltet wurde. Noch im hohen Alter besuchte Mr. Babb regelmäßig Oberwesel, wo die Jugendmusikwoche lange Zeit in der dortigen Jugendherberge ihre Sommerarbeitsphase abhielt.

Nachdem er den Kurs im Jahr 2003 zum letzten Mal geleitet hatte, trafen sich viele seiner ehemaligen Teilnehmer*innen zu einem musikerfüllten Wochenende Anfang Oktober in Hay-on-Wye, das immer auch ein Konzert in der örtlichen Kirche enthielt und in einem der Pubs endete. Zu seinem 90. Geburtstag erfüllte er sich noch einen Herzenswunsch: Unter seiner Federführung erklang im Januar 2016 Bachs "h-Moll-Messe" in St. Mary's in Hay-on Wye.

Die Bewohner dieses kleinen Städtchens an der englisch-walisischen Grenze und auch die IAM-Gemeinde verlieren mit ihm einen zutiefst menschlichen Zeitgenossen, der wie kaum ein anderer durch musikalischen Sachverstand zu glänzen und junge Menschen für klassische Musik zu begeistern wusste. Seine Kenntnis des britischen Orchesterrepertoires war außergewöhnlich fundiert; davon profitierten mehrere Generationen von Kursteilnehmer*innen.

Es ist kaum vorstellbar, dass Jeffrey Babb nicht mehr unter uns ist. We will miss you!

Hans Jaskulsky erhält Bundesverdienstkreuz am Bande

Er ist gleichsam Vorsitzender des IAM und Leiter der Heinrich-Schütz-Woche. Jüngst wurde Prof. Dr. Hans Jaskulsky in einer Feierstunde im Rathaus Bochum das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Neben dem Engagement beim IAM wirkte und wirkt Hans Jaskulsky an vielen Stellen: So war er von 2012 bis zum Beginn diesen Jahres Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände BDC. Und in Bochum wirkte er in vielfältigster Art und Weise: Er war von 1979 bis 2016 Universitätsmusikdirektor (UMD) am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum. Im Jahr 2008 wurde er zum Honorarprofessor der Folkwang Universität der Künste in Essen ernannt. 

1991 gründete er in Bochum einen Kammerchor, das „Collegium Vocale“, und ein Kammerorchester, das „Collegium Instrumentale“, und baute beide über die Jahre zu erstklassigen Gruppen auf. Beide Kammer-Ensembles waren bis 2015 unter dem Dach des Musischen Zentrums der RUB organisiert, inzwischen sind sie selbstständig als eingetragener Verein organisiert. Dessen Gründung geht auf Initiative von Herrn Professor Jaskulsky zurück. Damit hat er eine Perspektive für die beiden Ensembles entwickelt, für die er auch weiterhin als künstlerischer Leiter ehrenamtlich tätig ist – und das auf höchstem Niveau.

Unter seiner Leitung entwickelte sich auch eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den Bochumer Symphonikern. Darüber hinaus lag ihm der Aufbau und die Pflege zahlreicher nationaler und internationaler Kulturkontakte am Herzen. 1986 gründete Professor Jaskulsky den Westdeutschen Kammerchor mit Sängerinnen und Sängern aus ganz Nordrhein-Westfalen und Sitz in Bochum, den er bis zum Jahr 1991 leitete.

Darüber hinaus organisierte er Festivals, Meisterklassen und Orgelwettbewerbe. Auch das Internationale Chorfestival Ruhr „a capella“, das in den Jahren 1995–2008 sechsmal in Bochum und der Region Ruhr stattfand, geht auf seine Initiative zurück. Immer wieder hat er renommierte Künstlerinnen und Künstler zu Auftritten nach Bochum geholt und war seinerseits ein Kulturbotschafter für die Region.

Wir gratulieren herzlich!